In loser Folge stellen wir ehren- und hauptamtliche Mitarbeiter aus dem Sächsischen Gemeinschaftsverband vor. Heute ist Michael Bury, Bezirksleiter im Bezirk Glauchau, an der Reihe.

 „10.000 Gründe …“ – ja, dieses Lied und auch das gleichnamige Buch von Matt Redman haben mich im letzten Jahr ganz besonders berührt!

 

Ein neuer Tag und ein neuer Morgen /

und wieder bring ich dir mein Lob.

Was heut vor mir liegt und was immer auch geschehen mag:

Lass mich noch singen, wenn der Abend kommt.

 

1967 wurde ich als drittes Kind geboren und wuchs in einem christlichen Elternhaus auf. Ich besuchte die Sonntagschule in Frankenberg und danach den Jugendkreis, in dem ich dann auch mitarbeitete. Mit einem Freund übernahm ich die Leitung, als unser ehemaliger Jugendleiter wegzog. Rüstzeiten, die jährliche Allianzkonferenz in Bad Blankenburg und Freizeiten für Menschen mit Behinderung gehörten zu meinem Sommerprogramm. Letztere haben mich besonders beeindruckt: Gerade diese Menschen strahlten eine Freude aus, obwohl sie allen Grund gehabt hätten, unzufrieden zu sein.

Zu einer Familienfreizeit in Reudnitz lernte ich meine spätere Frau kennen. 1988 heirateten wir und ich zog in ihren Heimatort Beutha. Auch meine Frau gehört seit ihrer Kindheit zur Landeskirchlichen Gemeinschaft und hielt viele Jahre Sonntagschule.

 

Du liebst so sehr und vergibst geduldig,

schenkst Gnade, Trost und Barmherzigkeit.

Von deiner Güte will ich immer singen:

zehntausend Gründe gibst du mir dafür!

 

Uns wurden drei Töchter geschenkt, inzwischen auch ein (Schwieger)Sohn und jetzt freuen wir uns auf unser erstes Enkelkind! Nach der Wende konnten wir in Beutha wieder einen EC-Jugendkreis gründen. Es war eine gesegnete Zeit mit diesen jungen Leuten. Zu einigen haben wir bis heute noch Kontakt. Sie kamen auch aus den umliegenden Orten und ich holte sie mit dem Auto ab.

Ende des Jahres 2000 zogen wir nach Callenberg. Dort gab es einen Bibelkreis der LKG in den Räumen der Kirchgemeinde. Der Leiter Manfred Landgraf freute sich, als ich die Leitung übernahm, denn er erkrankte schwer. Während dieser ganzen Zeit waren wir auch in der Kirchgemeinde aktiv, in der Hauskreisarbeit und im Kinderkreis – nach dem Leitvers aus Josua 24, 15: „Ich aber und mein Haus wollen dem Herrn dienen.“ Seit 2017 bin ich als Bezirksleiter im Glauchauer Gemeinschaftsbezirk tätig, davor als Stellvertreter von Annedore Lau.

Im letzten Jahr haben wir uns mit unserem Bibelkreis und dem aus einem Nachbarort (Lobsdorf) zusammengeschlossen. Es ist eine wunderbare Sache – sehr zum Nachmachen empfohlen. Wir sollten wirklich schauen, wo sich dies machen lässt, besonders bei kleinen Kreisen! Unsere Töchter haben in diesem Jahr auch die Mitarbeit des Teen-bzw. Jugendkreises in St. Egidien mit übernommen, in den sie schon länger sehr gern gehen. Es ist wichtig, über die Ortsgrenzen hinweg Verbindungen zu knüpfen, denn in unserem Bezirk gibt es neben den großen Gemeinschaften auch viele kleinere.

Meine Frau und ich sind von Herzen „Gemeinschaftler“. Aber unser wichtigstes Anliegen ist: Die beste Botschaft, die es gibt, mit unserem Leben und unserem Dienst zu den Menschen zu bringen.

 

Und wenn am Ende die Kräfte schwinden,

wenn meine Zeit dann gekommen ist,

wird meine Seele dich weiter preisen,

zehntausend Jahre und in Ewigkeit!

 

Dies ist unsere wunderbare Hoffnung!

 

Komm und lobe den Herrn, meine Seele,

sing, bete den König an.

Sing wie niemals zuvor, nur für ihn, und

bete den König an.

 

Ja, wir können den Herrn nur immer wieder loben, ihm danken und ihn anbeten. Er hat mich und uns als Familie in schwierigen Krankheitszeiten immer wieder gestärkt und uns hindurchgeleitet, als wir nicht wussten, wie es werden wird! Wir freuen uns über die vielen Glaubensgeschwister an unserer Seite und sind gespannt, was Gott alles noch für uns bereithält!

 

Michael Bury

Callenberg

Bezirksleiter Glauchau

 

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Bildnachweis: privat