… er gibt seine Gaben UMSONST! Viele nach­denkenswerte, tröstliche, Glauben stärkende Worte waren Inhalt der Verkündigung und des Austausches beim Bauernbibeltag in der Krabat Milchwelt Kotten/Wittichenau. Trotz begonnener Ernte und großer Hitze kamen ca. 120 Landwirte. Die Stimmung unter den Bauern war ebenfalls aufgeheizt: Ökologische Vorgaben, Vorurteile von Landverpächtern, ökonomische Zwänge, das Wetter und Un­gewissheiten in politischen Zielen machen nötige Zukunftsinvestitionen schwierig. So stellte Johannes Berthold die Frage: „Was nährt die Seele?“ Mit Jes 55,1-5 gab er Antwort: „Hö­ret, so werdet ihr leben!“ Die aufgeschlagene Bi­bel ist wie das Brot. Ein jedes Wort aus dem Munde Gottes nährt. Aber wer hört noch auf Gottes Wort? Die Menschen haben vergessen, dass sie Gott vergessen haben. Dabei suchen sie nach Anerkennung, Liebe, Würde, Gnade – umsonst. Die Schnäppchenjagd befördert Gier; sie ist Ausdruck der Wohlstandsgesell­schaft. Dann kommen Erlebnis- und Spaß­gesellschaft – bis Schluss mit lustig ist. Der Wohlstand verwechselt das Materielle mit dem Sinn; mit dem, was die Seele braucht. Höret, so werdet ihr leben.

Weitere nachdenkenswerte Sätze und Ge­danken vermittelte uns am Nachmittag Ar­nold Vaatz (MdB). Umweltschutz ist wirklich eine existenziell notwendige und unent­behrliche Aufgabe! Was nachhaltig sein will, muss auch in 100 Jahren noch bestehen. Die Anmaßung von Menschen, sie könnten die Schöpfung retten, ist dabei eine maß­lose Überschätzung. Die Bedrohungen des Lebens abzuwehren, ist eine realistische­re Aufgabe. Entscheidungen werden nicht nach analytischen Überlegungen, sondern nach emotionalen Überzeugungen getroffen. In allen Fragen gibt der christliche Glau­be eine Orientierung von Gut und Böse. Da der Glaube aber nicht mehr zählt, ver­lieren die Menschen diese Orientierung. So beherrschen Schemata die politische und gesellschaftliche Streitkultur.

Christoph Trinks fasste im Sendungswort zu­sammen: Wir Bauern stehen natürlich mit­tendrin, danken dem Schöpfer und tun alles zu Gottes Ehre (1 Kor 10,31).

Übrigens: Unser Wochenende vom 7.–9. Februar 2020 in Reudnitz wird das Thema „Mensch-Tier-Technik – Möglichkeiten und Grenzen des Fortschritts“ haben.

Christian Porzig

Oelsa, Arbeitskreis Landwirte

 

Neugierig auf die anderen Inhalte des Heftes? HIER können Sie die aktuelle Ausgabe bestellen oder in älteren Heften stöbern.

 

Bildnachweis: privat