Liebe Geschwister im Gemeinschaftsverband,

mit der Losung des Palmsonntags grüße ich euch: „Bei dem HERRN findet man Hilfe. Dein Segen komme über dein Volk!“

Wie sehr wahr ist dieses Wort aus dem Psalm 3 (Vers 9). Eine zeitliche wie ewige Hilfe finden wir bei unserem Herrn und Gott. Eine Hilfe und ein Trost, der gut tut in diesen Zeiten. Der durch alle Zeiten trägt, komme da, was wolle. So auch nun, denn die letzte Woche hat viel Unruhe und Sorge mit sich gebracht: natürlich ging es um das Coronavirus und die möglichen Auswirkungen seiner Mutationen. Anspannungen nehmen zu, die Kräfte werden strapaziert. So ist der Weg in die Karwoche und auf Ostern hin für uns durch verschiedene Aspekte gekennzeichnet.

Einerseits sind da das Innehalten und die Besinnung auf Jesu Weg ans Kreuz und die Feier Seiner Auferstehung und des Sieges über den Tod. Dies geht einher mit der Stärkung aller unserer Geschwister im Gottesdienst und in der Zusammenkunft unter unserem auferstandenen Herrn. Ihm sei Lob, Preis und Ehre! Andererseits unterstützen wir mit unserem Tun (und Lassen) auch die Bemühungen, weitere Ansteckungen und damit die Verbreitung des Virus zu reduzieren. Alle Aspekte dürfen und können an Ostern zusammenkommen.

Die neue Allgemeinverordnung des Freistaates wurde erst am Abend des 30. März, veröffentlicht. Diese bedeutet für uns, daß wir unter den Rahmenbedingungen des letzten Rundschreibens unsere Zusammenkünfte auch in der Karwoche und über Ostern gestalten können.

Wir freuen uns auf jeden Gottesdienst und jede Stunde, die in der Karwoche und zu Ostern gefeiert wird. Diese Feiern sind in unseren Räumen, in Kirchen (hier gelten die Regeln und Hygieneverordnungen des „Hausherren Landeskirche), im Freien und auch virtuell über Bildschirme möglich. In allen Zusammenkünften müßen wir dabei unser Hygienekonzept konsequent umsetzen. (dies ist nochmal im Anhang mitgesendet).

Bemerkenswert ist auch, daß in der neuen Corona-Schutzverordnung festgehalten wird, daß Kinder den Kontakt mit Gleichaltrigen brauchen. Genau diesen unterstützen wir mit unserer ec Arbeit. Dazu wird der ec ein Schreiben versenden.

Es wird Geschwister geben, die nicht zu den Gottesdiensten und Stunden kommen können: Hier bietet es sich vielleicht an, bei Osterspaziergängen oder privaten Besuchen den Kontakt zu halten (bis zu fünf Personen aus zwei Hausständen können sich treffen, wobei Kinder 15 Jahren dabei unberücksichtigt bleiben).

Bei Beratungsbedarf kontaktiert den Landesinspektor unter JoergMichel@LKGSachsen.de oder Tel. 0371 515 930.

1. Neue Sächsische Corona-Schutz-Verordnung

Die neue Allgemeinverordnung des Freistaats ist vom 1. April bis 18. April 2021 gültig[1]. Die Grundsätze der vorherigen Verordnung bleiben grundsätzlich bestehen. Eine Verpflichtung zum Tragen eines medizinischen Mund-Nasen-Schutzes besteht für Zusammenkünfte in Kirchen und bei der Religionsausübung. Weiterhin bleibt bestehen, dass die aufgestellten Hygienekonzepte von Kirchen und Religionsgemeinschaften an die besondere Infektionslage anzupassen sind. Die bisherigen Corona-Maßnahmen werden damit größtenteils fortgeführt. Grundsätze wie die Kontaktreduzierung haben weiterhin Bestand. Private Zusammenkünfte bleiben auf zwei Hausstände beschränkt, wobei insgesamt nicht mehr als fünf Personen zulässig sind. Kinder unter 15 Jahren werden dabei nicht mitgezählt.

1.1. Was bedeutet das?

Weiterhin sind Gottesdienste und Stunden, in den Gemeinschaftsräumen bzw. in Kirchen erlaubt. Voraussetzungen sind: Einhalten des Mindestabstandes von 1,5m. Damit entspricht die Personenobergrenze für unsere Zusammenkünfte der Anzahl von Personen, die unter Beachtung des Mindestabstandes Platz finden können (für Übertragungen in andere Räume gilt das entsprechend für jeden Raum). Weiterhin muß während der Zusammenkunft eine medizinische Mund-Nasen-Bedeckung getragen werden (eine medizinische Gesichtsmaske wird auch als Operations- oder OP-Maske bezeichnet; Standard nach KN95/N95). Liturgisch Handelnde können ohne Mundschutz agieren; auch beim Heiligen Abendmahl besteht diese Ausnahme. Die Hygienekonzepte sind entsprechend anzupassen und einzuhalten (siehe Punkt 3. Rahmenhygienekonzept). Weiterhin ist eine verantwortliche Person zu benennen. Es gelten ebenso weiterhin die in den vorherigen Rundschreiben erwähnten Regelungen (soweit sie eben nicht durch Änderungen betroffen sind).

Es gelten in unseren Häusern unsere Regelungen. Bei Nutzung von Gebäuden der Landeskirche gelten die Regeln der Landeskirche.

Für unsere Überlegungen, welche Bedeutung das Corona-Regelsystem für uns auf sächsischem Boden hat, gilt ausschließlich die geschriebene aktuelle Fassung der Corona-Schutz-Verordnung des Freistaates Sachsen. Sämtliche im Umlauf befindliche anderen Erklärungen, Willensbekundungen, Beschlußvorlagen, Berichte oder ähnliches sind für uns bedeutungslos.

1.2. Anpassung der Regelungen/des Hygienekonzepts an die Infektionslage im Landkreis / kreisfreier Stadt; insbesondere das gemeinschaftliche Singen

Bei einem Inzidenzwert von bis zu 200 Neuinfektionen auf 100 000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen haben wir die Regelung, daß (nun mit medizinischer Mund-Nasenbedeckung) gesungen werden kann. Bei einem Inzidenzwert ab 200 Neuinfektionen reduzieren wir das Singen auf maximal zwei Lieder. Hier gilt die Regelung des letzten Rundschreibens weiter (die Personenobergrenze auf die Hälfte der bisher in den Hygienekonzepten festgelegten Personenobergrenzen zu reduzieren ist. Die Dauer der Veranstaltung sollte auf 45 – 60 Minuten begrenzt werden. Das Singen ist auf ein bis zwei Lieder (z.B. je eins am Anfang und Ende) zu begrenzen und die Hygienekonzepte sind entsprechend anzupassen. Des Weiteren ist die Anzahl der Zusammenkünfte pro Woche zu reduzieren). Bei einem Inzidenzwert ab 300 Neuinfektionen verzichten wir aufgrund der Corona-Schutzverordnung vom 26. Januar (§ 2a Abs 2) auf gemeinschaftlichen Gesang.

Achtet bitte selbst regelmäßig darauf, ob und welche Anordnungen der Landkreis / die kreisfreie Stadt anordnet. Bei Beratungsbedarf kontaktiert den Landesinspektor unter JoergMichel@LKGSachsen.de oder Tel. 0371 515 930.

1.3. Musik: Chöre, Bläser und Saitenspieler

Beim Spielen liturgischer Musik (einzeln oder einer Musikgruppe) kann der Liturg bzw. ein Sänger die Mund-Nasenbedeckung weglassen; auf einen ausreichenden Mindestabstand (2-3m zu den Musikern; 4m zum Publikum) ist zu achten. Aufgrund des einzuhaltenden Mindestabstands und der durchgängigen Maskenpflicht ist das Auftreten von Chören in Räumlichkeiten nicht möglich. Es besteht natürlich auch die Möglichkeit, Musik von CD einzuspielen.

Posaunenchorproben und Bläsereinsätze: Die vorgeschriebenen Kontakt-beschränkungen machen grundsätzlich das Blasen unmöglich. Die Posaunenchöre werden von Stephan Hoffmann informiert.

Die Saitenspielchöre sind durch Michael Wittig informiert. Gerne wird dazu ermutigt, in Kleingruppen (ein Hausstand plus eine weitere Person eines zweiten Hausstandes) oder solistisch zu musizieren.

Alle geplanten Chorleitertreffen müssen leider ausfallen; Stephan Hoffmann wird, sobald als möglich, eine Neuplanung erstellen.

1.4. Zusammenkünfte unter freiem Himmel

Für Gottesdienste unter freiem Himmel ist eine Vielzahl von Regelungen zu beachten. Hier ist eine Abstimmung mit den Kommunen und Behörden vor Ort im Vorfeld zu leisten. Auch hierbei hilft die Geschäftsstelle gerne, sollte dies gewünscht sein.

Wesentlich einfacher ist hier die Zusammenkunft von Geschwistern unter den beschriebenen Kontaktbeschränkungen über gemeinschaftliche Zusammenkünfte in unseren Räumlichkeiten hinaus. Ein Spaziergang, ein Telephonat, ein Schreiben: Kontakt halten, in Verbindung bleiben und sich gegenseitig stärken ist einfach möglich und manchmal nötiger als vermutet!

2. Was tun, wenn Corona-positiv getestete Geschwister vorhanden sind?

Das erste: Ruhe bewahren. Lassen wir uns vom gesunden Menschenverstand leiten! Wer sich krank fühlt, Erkältungssymptome hat oder meint zu haben, soll, auch ohne getestet zu sein, zuhause bleiben und die anderen Geschwister schützen. Ist ein sog. Selbsttest positiv, wird das Ergebnis des dann folgenden PCR-Tests zuhause abgewartet. Bei einem (auch PCR-) positiv Getesteten wissen wir im Allgemeinen, mit wem er in der letzten Zeit Kontakt hatte. So bleiben alle diese Geschwister erstmal der Gemeinschaft fern. Dies bleiben sie so lange, bis entweder ein Testergebnis vorliegt oder die Quarantänezeit verstrichen ist. Ziel ist es, unsere Veranstaltungen aufrecht zu erhalten und nur Erkrankte und Betroffene für die notwendige Mindestzeit von der Gemeinschaft zu trennen.

Wenngleich die Rahmenbedingungen für Kultur und Freizeit stark beschnitten werden, so bleiben für unser Gemeinschaftsleben einige Möglichkeiten, Gemeinschaft zu leben! Ich möchte sehr herzlich dazu aufrufen, daß wir die Möglichkeit nutzen, auch unter diesen Umständen unsere Stunden, Gottesdienste und religiöse Veranstaltungen zu Ostern zu feiern! Wir sollten dies auch dann tun, wenn zeitweise nur wenige kommen können. Die werden auch wieder mehr! Wichtig ist, daß wir als Landeskirchliche Gemeinschaften nicht aufhören, auf unsere Art und Weise, dem Herrn die Ehre zu geben!

3. Rahmenhygienekonzept

Ein Rahmenhygienekonzept steht unten zum Download bereit. Dieses muß ggf. um die eigenen Besonderheiten und die zusätzlichen Anordnungen des Landkreises/der kreisfreien Städte ergänzt werden. Eigenverantwortung wie gesunder Menschenverstand können hier gute Ratgeber sein. Bei Rückfragen wendet euch gerne per E-Mail oder Anruf in der Geschäftsstelle an Jörg Michel (JoergMichel@LKGSachsen.de sowie 0371 515 930).

Wichtige Punkte des Hygienekonzepts sind u.a..: Es gilt, daß während der gesamten Veranstaltung auch in Gemeinschaftsräumen eine medizinische Mund-Nasenbedeckung getragen werden muß. Ausnahmen sind: der liturgisch Handelnde, die Feier des Heiligen Abendmahls; Kinder und Schutzbefohlene, die nicht in der Lage sind, dies zu befolgen; medizinisches Attest.

Der Mindestabstand von 1,5m ist einzuhalten.

Daten sind zu erheben: Name, Telefonnummer oder E-Mail-Adresse und Postleitzahl der Besucher sowie Zeitraum des Besuchs. Diese Daten sind, geschützt vor Einsichtnahme durch Dritte, zu erheben und für die Dauer eines Monats nach Ende des Besuchs für die zuständigen Behörden vorzuhalten.

Gemeinsames essen und trinken, wie z.B. Kaffee und Kuchen etc. sind während und nach unseren Veranstaltungen nicht möglich.

Veranstaltungen in Privatwohnungen sind nicht mehr möglich, es sei denn, sie betreffen bis zu fünf Personen aus zwei Hausständen (wobei Kinder 15 Jahren dabei unberücksichtigt bleiben).

 

 

Liebe Geschwister, der Lehrtext des Ostersonntags platzt förmlich vor Freude! „Jesus spricht: Ich lebe, und ihr sollt auch leben.“ (Joh 14,19) Unser Herr geht uns voraus, der auferstanden ist von den Toten und der Erstling geworden ist unter denen, die da schlafen. (1 Kor 15,20). Welch‘ großer Grund zur Freude! Das Leben mit und unter unserem Herrn schon hier auf Erden wird seine Fortsetzung finden in der Ewigkeit. Johannes zeigt uns in seinem Evangelium, daß wir zu dem gelangen müssen, was hinter dem Zeitlichen liegt: dem „Leben“. Es geht es um das Leben im Ewigen und unsere richtige Beziehung hierzu. Der Ostersonntag schenkt uns die einzig richtige Orientierung: wir wissen, daß unser Erlöser lebt. Mit ihm werden wir leben. Hier und in der Ewigkeit.

Der Herr ist auferstanden! Er ist wahrhaftig auferstanden! Frohe und gesegnete Ostern!

Mit herzlichen Grüßen, auch im Namen der Leitung und
Gott befohlen

Dr. Jörg Michel
(Landesinspektor)