Ganz schön viel (Freizeit)Arbeit.

Ein Blick hinter die Kulissen des EC-Freizeitservice.

Die Freizeitarbeit des ec:sachsen begann im Jahr 1992. Sie ist also älter als ich! ;-) Was nicht heißt, dass im Sächsischen Gemeinschaftsverband nicht schon vorher Rüstzeiten angeboten wurden – aber meist auf die Rüstkreise begrenzt und ausschließlich in christlichen Freizeitheimen.

Der erste richtige Freizeitkatalog kam 1993 mit 29 Freizeiten in den Kategorien Jugend, Junge Erwachsene, Familie und Sonstige heraus. Die Kinderfreizeiten gab es damals auch schon; diese wurden aber über Extra-Flyer verteilt. Unser Freizeitangebot wuchs nun jährlich an und hatte seinen Höhepunkt um die Jahrtausendwende. Im Jahr 2000 gab es 80 Freizeiten: 36 Kinder-, 12 Teenager-, 15 Jugend-, 8 Familien-, 5 sonstige Freizeiten und 4 Freizeiten des Behindertendienstes. Zum Vergleich können wir in diesem Jahr leider nur noch 39 Freizeiten (15 für Kinder, 9 für Teenager, Jugend & Junge Erwachsene, 5 für Familien, 7 sonstige und 3 Freizeiten des Behindertendienstes) anbieten.

Klassische und sehr beliebte Freizeiten sind an der Ostsee, in Südtirol oder Kroatien. Neben den regelmäßigen Auslandsfreizeiten auch in Israel und Portugal, gab es im Laufe der Jahre einige weitere Highlights: eine Wohnmobilfreizeit in Kanada, Kanuwandern in Schweden, Besuche bei unserem Partnerverband in der Ukraine oder dieses Jahr in eine faszinierende Welt nach Dubai.

 

Puzzeln, rechnen, gestalten und drucken

Wie entsteht nun ein Freizeitkatalog? Beginn der „Saison“ ist meist im März mit einer Abfrage unserer Gemeinschaftspastoren und bisherigen Freizeitleitern, ob sie auch im nächsten Jahr eine Freizeit leiten können und in welchem Altersbereich, Zeitraum, an welchem Ort sie das gerne tun möchten. Für jemanden ohne Idee bieten wir auch Vorschläge an. Dann beginnt ein kleines Puzzlespiel. Passen die Wünsche zum Bedarf? Ist im Wunschzeitraum noch ein Haus am Wunschort frei? Passt etwas nicht, versuchen wir Alternativen zu finden, die dem Freizeitleiter trotzdem die Freude auf die Freizeit erhalten. Dann werden von uns Häuser gebucht und Verträge unterschrieben, Flüge organisiert oder Busse angemietet.

Gibt es von einem Pastor mal keine Rückmeldung, haken wir auch gerne nach. Denn wir können leider nicht mehr so viele Freizeiten anbieten, wie es der Bedarf erfordert. Besonders im Kinder- und Jugendbereich ist dies deutlich zu spüren.

Stehen alle Rahmenbedingungen fest, werden die Freizeiten kalkuliert. Übernachtungs-, Verpflegungs- und Fahrtkosten sowie Kosten für Arbeitsmaterial, Eintritte und Verwaltung ergeben dann zusammen den tatsächlichen Freizeitpreis.

Für die Erstellung des Freizeitkataloges brauchen wir dann von jedem Freizeitleiter eine schöne, einladende Beschreibung seiner geplanten Freizeit. Zudem suchen wir für jede Freizeit Bilder, die zur Gegend oder dem Thema passen, heraus.

Alle Details werden dann so aufbereitet, dass es für die Grafik leicht ist, alle Informationen nur noch zu übernehmen und in ein schönes Design zu bringen. Die ganze grafische Erstellung des Freizeitkataloges beginnt dann Ende August / Anfang September und nimm ca. 3 Wochen mit 2-3 Korrekturläufen in Anspruch. Im Anschluss geht der Katalog in den Druck und wird Ende Oktober letztendlich zu euch nach Hause geschickt.

 

Aufwand, der sich lohnt

Die Monate August und September sind für uns schon eine herausfordernde Zeit des Jahres. Wir haben sie aber trotz allem sehr gerne. Denn wir merken immer wieder, wie wertvoll und segensreich die Zeit auf einer Freizeit für die Teilnehmer ist: Urlaub mit Gottes Wort anbieten, Austausch mit anderen Christen (außerhalb der eigenen Gemeinde) ermöglichen und gemeinsam in Gottes wunderschöner Natur unterwegs sein – dafür gibt es unsere Freizeitarbeit. Die Möglichkeit, sich intensiv mit Gottes Wort und dem eigenen Glauben im Rahmen einer Freizeit auseinanderzusetzen, wirkt oft eine lange Zeit nach.

Besonders bei Kinderfreizeiten kommen Kinder sehr intensiv mit dem Glauben an Jesus Christus in Kontakt, Entscheidungen zum Leben mit Jesus werden früh getroffen und „groß gewordenen Kinder“ erinnern sich Jahre später immer noch gern an diese oder jene Kinderfreizeit. Deshalb wollen wir jedes Jahr aufs Neue genügend Freizeiten für Kinder und Jugendliche anbieten, damit die junge Generation diese Segensspur aufnehmen kann.

Sehr dankbar sind wir jedem einzelnen Freizeitleiter, der sich Jahr für Jahr dazu bereiterklärt, sich intensiv vorbereitet, seine Sachen packt, um dann für die Teilnehmer eine wunderbare Zeit zu bereiten.

 

Franziska Lauterbach, Chemnitz

Leiterin ec:geschäftsstelle

 

 

 

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Bildnachweis: congerdesign | pixabay.de