„Gut und gesegnet!“

Bericht vom Seniorenkreisleitertag am 26.06.2021 auf dem Lutherplatz in Chemnitz

 

Der Tag stand unter dem Thema „Bestattungskultur im Wandel. Eine biblisch theologische Orientierung“. Es war ein guter und gesegneter Tag – so der Tenor vieler Teilnehmer. Wir konnten Gottes Wort hören, sowie Musik, Gesang und Gemeinschaft erleben. Sogar ein Imbiss zum Mittag war unter den gegebenen Corona-Regeln möglich.

 

Unser Evangelist Gunder Gräbner fragte, warum gerade er zur Bibelarbeit eigeladen wurde. Ja, ohne das Evangelium, ohne die Hoffnung auf die Auferstehung durch Jesus Christus kann man das Thema nur schwer aushalten. So bekamen wir gleich drei klare Ansagen aus dem Philipperbrief (Phil. 4, 4+5): „Freut euch im Herrn alle Wege!“ – Gott ist immer da. „Seid gütig!“ – Wie Gott mir, so ich dir! „Sorget nicht!“ – Sorgen nisten sich im Herzen ein und ersticken alles, auch die Freude. Hier ist ein Blickwechsel angesagt: „Mach aus Sorgen ein Gebet“ Gemeint ist aber auch, nicht die Fürsorge zu vergessen, die wir für uns und Andere treffen sollen. Es ist gut, die letzten Dinge zeitig zu klären, dann kann man befreit im heute leben.

 

Das Referat zum Thema hielt Matthias Dreßler in zwei Teilen. Dabei wurden die Vielfalt der Bestattungsarten heute, die geschichtliche Entwicklung im christlichen wie auch außerchristlichen Bereich sowie die biblischen Hinweise dargestellt. Letztlich ist es untergeordnet, für welche Art der Bestattung man sich entscheidet. Für jeden gilt 2 Kor 5,10: „Wir müssen alle offenbar werden vor dem Richterstuhl Gottes.“ Entscheidend ist der Glaube an Jesus Christus.

Die Vorzüge der Erdbestattung liegen darin, dass eine Beisetzung die Menschen berührt, wachrüttelt und der lebendige Glaube bezeugt werden kann. Zur Beerdigung kommen die Familie und Freunde zusammen. Mit selbst ausgewähltem Bibelwort und Liedern hat man noch einmal die Möglichkeit auf Jesus Christus hinzuweisen und Zeugnis zu geben. Vielen ist es auch hilfreich, einen Ort auf dem Friedhof zu haben, den man besuchen kann. Das hilft, die Trauer zu verarbeiten. Die Erdbestattung verleiht einer angemessenen Wertschätzung des Verstorbenen in einem Gottesdienst und in der Grabpflege Ausdruck. Der griechische Staatsmann Perikles (5. Jahrhundert vor Christus) sagte: „Ein Volk wird danach beurteilt, wie es seine Toten bestattet.“

 

Nach der Mittagspause haben uns die Saitenspieler mit herrlicher Musik und Lesung erfreut. Alles unter dem Motto „Der gute Hirte“. Es ist gut zu wissen, dass wir auch im finsteren Tal nicht allein sind. Der Kurzfilm von der Sängerin Hella Heizmann insbesondere über ihren Tod infolge eines Krebsleidens im Jahre 2009 zeigte zeugnishaft, wie wir uns in Gottes Händen bis zum letzten Atemzug geborgen wissen dürfen.

Zum Abschluss sprach Reinhard Steeger zu uns und gab als Wort auf den Weg mit, Jesus im Herzen zu haben und auf seine Gnade zu blicken.

Natürlich gab es auch gute Literatur, viele Infos und eine tolle Ideenmappe als Arbeitsmaterial. Danke für alles und ein herzliches Dankeschön an unseren großen Gott für diesen Tag!

 

Sabine Schmidt und Johannes Kaden

(Arbeitskreis Senioren)

 

Neugierig auf die anderen Inhalte des Heftes? HIER können Sie die aktuelle Ausgabe bestellen oder in älteren Heften stöbern.

 

Bildnachweis: privat