Hohenstein-Ernstthal: Lust und Frust mit dem Geld

Wer in Gemeinden an Mitarbeit denkt, dem stehen meist die Dienste vor Augen, die sich auf den Podien von Gemeinschaftshäusern abspielen. Wer zu einer Veranstaltung begrüßt, verkündigt oder musiziert, der wird gesehen – und hat auch oft ein gewisses „Ansehen“. Das SGB stellt deswegen einige Beispiele von Menschen vor, die mit ihrem Dienst weniger im Rampenlicht stehen: oft ungesehen, aber häufig unverzichtbar – und deshalb unglaublich wertvoll.

 

Mehr als 35 Jahre bin ich Ortskassiererin in der LKG Hohenstein-Ernstthal. Auch heute macht es mir noch Spaß, mit Zahlen zu jonglieren, zu rechnen, zu prüfen, Spenden gut zu verwalten.

Die Kassenübernahme von meinem Vorgänger war eine Herausforderung für mich und hat mich am Anfang viel Zeit gekostet. Jetzt läuft alles viel entspannter. Später die Herausforderung der Digitalisierung: Der Computer ist heute nicht mehr wegzudenken, aber für mich (im Ü-60-Alter) immer noch nicht mein bester Freund. Das gute alte Kassenbuch und die schriftlichen Aufzeichnungen sind mein ständiger Begleiter. Fragt nicht, wie mir manchmal der Kopf raucht bei einer Abrechnung oder dem Jahresabschluss, wenn es nicht auf den Cent stimmt – ein Muss in der Buchhaltung!

Ich habe oft mit „Kleinglauben” und „Vertrauen” gekämpft, beispielsweise beim Anbau an unser Gemeinschaftshaus, wenn das Geld fehlte. Auch als Kassierer kann ich Gott kennen und vertrauen lernen. Also:  Ran an ‘s Geld und die Kasse, liebe nächste Generation! Verwaltet es gut – zur Ehre Gottes!

Uta Klüglich

 

 

 

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