24.03.2020

Liebe Geschwister im Gemeinschaftsverband,

heute grüße ich euch mit der Tageslosung aus dem Psalter: „Der HERR ist gerecht in allen seinen Wegen und gnädig in allen seinen Werken.“ (Ps 145,17)

Staatliche Anordnung zu Ausgangsbeschränkungen

Seit gestern, dem 23. März gelten Beschränkungen hinsichtlich des Verlassens der häuslichen Wohnungen. Diese sind „ohne triftigen Grund“ nicht mehr zu verlassen. Die triftigen, also erlaubten Gründe umfassen, kurz gesagt: die Wege zur Arbeit, zur Kindernotbetreuung, Arztbesuche, Einkäufe, und Bewegung an der frischen Luft im Umfeld der Wohnung zu max. fünf Personen, solange diese dem Hausstand angehören (Allgemeinverfügung vom 22. März unter https://www.coronavirus.sachsen.de/download/AllgV-Corona-Ausgangsbeschraenkungen_22032020.pdf )

Andacht und Gebet

Die neue Lage bedeutet, daß es uns nun nicht mehr möglich ist, sich in kleinen (Haus-)Kreisen zu treffen und Gemeinschaft zu haben. Wir sind im Moment darauf angewiesen, daß wir auf geistliche Art und Weise in Verbindung bleiben. Wir lesen in Phil 1,3f und 1 Thess 1,2 davon. Es ist die Gemeinschaft des Gebets und der Fürbitte. Das Eintreten in die Gegenwart Gottes verbindet uns miteinander durch Raum und Zeit.

Auch die Evangelische Allianz in Deutschland hat eine bundesweite Gebetsinitiative gestartet angesichts der Corona-Krise. Mit dem Slogan „Deutschland betet in 2020 um 20.20 Uhr!“ ruft sie zu einer bundesweiten täglichen Gebetsinitiative auf. Nach der Tagesschau mit den aktuellsten Nachrichten zur Corona-Pandemie gehen Christen um 20.20 Uhr allein oder als Familien miteinander ins Gebet – für wenigstens 5 Minuten.  Siehe: www.ead.de/16032020-deutschland-betet-in-2020-um-2020-uhr/

Eine weitere gute Möglichkeit ist (wenn nicht schon längst praktiziert) die Hausandacht als eine zusätzliche Andacht zur Losungslese. Diese kann ganz verschiedene Formen haben und kann auch z.B. als eine Abendandacht gehalten werden. Erfragt bei Bedarf gerne weiteres bei euren Gemeinschaftspastoren. Ein allgemeines Beispiel für eine Andacht findet sich unter (https://engagiert.evlks.de/fileadmin/userfiles/EVLKS_engagiert/F._Themenseiten/Corona_Material/Andacht_fuer_zu_Hause.pdf).

Vernetzung über Telefon, Video, Internet

Umso wichtiger werden nun die Möglichkeiten, sich über elektronische Medien zu vernetzen und auf diese Art gemeinsam unsere Gebete und Anliegen vor Gott zu bringen. Auf unserer eigenen Netzseite (https://www.gemeinschaft-neu-leben.de/alternative-gemeinschaftsformen/) wird beschrieben, wie mit wenigen Schritten sehr einfach Telefon- und Videokonferenzen zu ermöglichen sind. Bitte nutzt dies und ladet jene dazu ein, die es nicht gewohnt sind, mit der Technik auf diese Weise umzugehen. Insbesondere unsere älteren Geschwister können mit dem Telefon sehr einfach erreicht werden!

Direkt übertragene Gottesdienste im Netz – interaktive Bibelstunde

Weiterhin lässt sich auf der Netzseite der LKG Leipzig (https://www.lkg-leipzig.de/2020/03/livestream/) Sonntags um 17.00 Uhr die Übertragung des Gottesdienstes (der ohne Besucher im Gottesdienstsaal stattfindet) anschauen. Ebenso bietet die LKG Chemnitz Sonntag um 9.30 Uhr eine Übertragung an (https://www.lkgchemnitz.de/angebote/livestream). Die LKG Chemnitz bietet am Mittwoch, den 25. März um 19.00 Uhr eine interaktive  Bibelstunde an: zum Mitmachen und ebenfalls über das Netz (ebenfalls unter: https://www.lkgchemnitz.de/angebote/livestream).

Folgende weitere Gemeinschaften übertragen ihren Gottesdienst via Internet: Sonntags, 9.30 Uhr LKG Burkhardtsdorf (http://www.lkg-burkhardtsdorf.de/index.php/live ) und ab 9:45 Uhr LKG Mülsen (https://lkg-muelsen.de/?page_id=1885 )

Es stellt sich nun die Frage, inwieweit die Durchführung der Gottesdienstübertragungen unter den Ausgangsbeschränkungen noch möglich ist. Hier ist festzustellen: Gottesdienst und Gebet gehören zur Grundversorgung der Bevölkerung und unbestreitbar zur Grundversorgung unserer Gemeinschaften. Gottesdienst und Gebet sind für uns jederzeit und natürlich besonders auch in diesen Zeiten unverzichtbare Äußerungen unseres Lebens. Hinzu kommt: live übertragene Gottesdienste sind im Moment keine öffentlichen Veranstaltungen. Unsere Gemeinschaftshäuser sind nicht (öffentlich) zugänglich. Somit ist der direkt gesendete Gottesdienst für die Beteiligten eine zwingend notwendige Zusammenkunft aus dienstlichen Gründen, an denen auch mehr als zwei Personen mitwirken dürften. Selbstverständlich richten wir uns nach den Zielen der Allgemeinverfügungen und fordern alle an den Gottesdiensten Beteiligten auf, Abstand voneinander zu halten. Die Anzahl der Beteiligten soll dabei so gering wie möglich gehalten werden. Bitte achtet darauf, daß dies auch im aufgenommenen Bild zum Ausdruck kommt.

Weitere Angebote, eventuell auch Youtube-Andachten, sollen bald folgen. Ein Blick auf www.sächsischer-gemeinschaftsverband.de oder auf eure Bezirks- und Ortswebseiten lohnt sich immer.

Weiterhin können sich all jene, denen das beliebt, in WhatsApp-(oder ähnlichen Plattformen)Gruppen verbinden.

Arbeitgeberbescheinigungen

Alle unsere Gemeinschaftspastoren erhalten in diesen Tagen eine Bescheinigung, daß sie im SGV angestellt sind und es ihnen ggf. auferlegt ist, zu dringenden Seelsorgeangelegenheiten das Haus verlassen zu müßen. Es ist uns wichtig, daß ihr das wißt: Seelsorgebesuche sind, auch im Rahmen der Allgemeinverfügung (22.März 2020; Punkt 2.7), möglich! Diese sollen sich auf die dringend erforderlichen Besuche beschränken.

Bis auf weiteres

Gebt diese Informationen bitte auch an all jene weiter, die keine E-Mail-Adresse haben (vielleicht bildet ihr „Patenschaften“: die „E-Mail-Besitzer“ haben feste, zugeordnete „Nicht-E-Mail-Besitzer“, die sie z.B. telefonisch informieren).

Die Regelungen zur Ausgangsbeschränkung gelten zunächst bis zum 5. April. Gleichwohl kann sich die Lage sehr rasch ändern. Bitte schaut regelmäßig (idealerweise täglich) in eure E-Mail Fächer, beobachtet (auch) unsere Netzseiten und tauscht euch regelmäßig aus. Wir informieren euch, sobald es Neues zu berichten und zu berücksichtigen gibt. Bei Rückfragen stehen euch Michael Härtel und ich sehr gerne zur Verfügung!

Psalm 145 – Gottes ewige Güte

Der Psalm 145 lobt Gottes ewige Güte in vollen Tönen: David preist in diesem Psalm den HERRN für seine Erhabenheit (V. 1-7), für seine Güte (V. 8-10), für sein Königreich (V. 11-13), für seine Vorsehung (V. 14-16) und für seine errettende Gnade (V. 17-21). Alles was Gott tut, sein gesamtes Werken und Wirken, sein Schalten und Walten, seine Weise des Verfahrens sind es würdig, gepriesen zu werden, denn sie entsprechen seiner Heiligkeit und Güte. Seine Ratschlüsse des Heils und seine gnädige Güte gelten uns! In diesen Zeiten der Krankheit und Beschränkungen ist es eine Wohltat, sich diesem HERRN zuzuwenden. Trost empfange ich von dem, dem ich vertrauen kann, der mir in Treue verbunden ist. Er reißt mich aus meiner Situation und macht mich getrost, d.h. stark und fest. So bekomme ich neue Zuversicht. In der Passionszeit, in der uns all dies widerfährt, ist es eine gute Aufgabe und Übung, sich auf diesen HERRN auszurichten und auf ihn hinzuweisen. Sich seinem Willen unterzuordnen und dankbar entgegenzunehmen, was ER möchte, das wir es tun: „Ich will dich erheben, mein Gott, du König, und deinen Namen loben immer und ewiglich.“ (V 1).

Mit herzlichen Grüßen, auch im Namen der Leitung,

Jörg