Sächsischer Gemeinschaftsverband

„Weil wir eine solche Wolke von Zeugen um uns haben, lasst uns ablegen alles, was uns beschwert, und die Sünde, die uns ständig umstrickt, und lasst uns laufen mit Geduld in dem Kampf, der uns bestimmt ist, und aufsehen zu Jesus, dem Anfänger und Vollender des Glaubens.“ (Heb 12,1-2)

Liebe Schwestern und Brüder in unserem Sächsischen Gemeinschaftsverband,

 

von allen Seiten stürmen im Moment Nachrichten, Bilder und Meldungen auf uns ein. Und sie alle haben das Potential uns zu verwirren und uns in Angst zu versetzen. Viele Menschen um uns herum und unter uns fragen sich, wohin das alles noch führen wird und wie es weitergehen kann?

Mitten in solche schwierigen und undurchsichtigen Situationen ruft der Hebräerbrief: „Aufsehen auf Jesus!“ Das darf wie ein Aufruf zur Ruhe und zum Vertrauen auf unseren Herrn gehört und verstanden werden. Jesus ist da. Er hat mit uns angefangen und geht seinen Weg mit uns. Wir dürfen alles, was so sehr belastet, abladen. Das wollen wir tun, wir wollen beten, uns ihm damit anvertrauen und in seiner Gegenwart die Kraft und die Weisheit für jeden neuen Tag schöpfen.

Und wir können, dürfen und müssen das gerade jetzt füreinander und für die Menschen um uns herum tun. Da gibt es so viel Angst, so viel Unsicherheit und so viel Aufregung, da strengen sich so viele Menschen an die gegenwärtige Situation zu bewältigen und Menschen zu helfen– lasst uns all das ihm bringen.

Natürlich würden wir gern, gerade jetzt, zusammenkommen um gemeinsam zu beten, vor ihm zu stehen und uns gegenseitig mit seinem Wort zu stärken. An manchen Orten sehen wir uns durch die aktuelle Gefährdungssituation darin behindert oder eingeschränkt. Aber sind wir das wirklich? Jetzt ist es einfach dran, andere Formen von Gemeinschaft zu finden, um uns nicht aus den Augen zu verlieren. Lasst uns dort, wo wir uns nicht versammeln können, am Telefon miteinander reden, Bibel lesen und Gebetsgemeinschaft halten. Dort wo es geht, könnten wir einander auch in Zweierschaften im Glauben stärken.

Und lasst uns die technischen Möglichkeiten nutzen, die wir per Internet und Handy haben. Einzelne Orte sind dabei, Möglichkeiten zu prüfen, wie man Bibelstunden und Gottesdienste via Livestream übertragen kann, um ein Minimum an gemeindlichem Leben zu teilen. Dort, wo Orte dies tun, können sie sich gern bei uns melden und wir veröffentlichen den Link auf unserer Homepage.

Übrigens: wir sind mitten in der Passionszeit, die Zeit, die uns daran erinnern möchte, was Jesus getan hat. Er hat uns errettet und erlöst, er lebt mit und in uns. Seit vier Jahren ist diese Zeit für uns Gebetszeit für Erneuerung, Ermutigung und Erweckung. Und gerade das brauchen die Menschen um uns herum. Deshalb lasst uns aufsehen auf Jesus um selbst neu Hoffnung zu schöpfen und anderen Hoffnung zu machen, weil Jesus lebt!

 

In Jesus verbunden, auch im Namen des Vorstandes

des Sächsischen Gemeinschaftsverbandes,

Reinhard Steeger

 

Brief zum downloaden und vorlesen: Leben und Glauben in schwierigen Zeiten