Liebe Geschwister im Gemeinschaftsverband,

mit der Losung des Freitags, dem 7. Mai, an dem ich über diesem Schreiben sitze, grüße ich euch: „Du bist der Gott, der mir hilft; täglich harre ich auf dich.“ (Psalm 25,5). Ein großartiges Wort der Schrift, das mir Kraft gibt, nicht nur in diesen Zeiten, in denen – ganz offensichtlich – schon wieder ein „Corona-Rundschreiben“ durch das Land gesendet wird.

„Täglich harre ich Deiner.“ Geduld ist die Dienerin und Tochter des Glaubens, so sagt es ein Sprichwort. Geduld fällt mir leicht, wenn ich weiß, daß ich nicht umsonst warten werde. Und gleichzeitig fällt sie mir oft schwer und mir fällt das scherzhaft gemeinte Stoßgebet „Herr, gib mir Geduld – und zwar sofort!“ ein. Doch ist es nicht ein sehr schönes Vorrecht, auf unseren Herrn und Gott harren zu dürfen? Auf ihn hoffen und ihm entgegensehen in Gottesdienst, Stunde, Gebet, im Studium der Heiligen Schrift? Ist es nicht ein sehr großes Privileg, täglich auf seine Hilfe vertrauen zu dürfen? Ich darf wissen, daß Er der Gott ist, der im Regiment ist und hilft. Er schenkt den Glauben und die Erlösung durch seinen Sohn Jesus Christus und ist letzter und höchster Grund meiner Hoffnung und meines Vertrauens. Und das wirksamste Mittel gegen meine Ungeduld.

Daher möchte ich auch über den Rand aller Corona-Regelsysteme schauen und den Blick nicht verlieren auf all die Möglichkeiten, die uns immer noch zur Verfügung stehen. Noch mehr möchte ich den Blick darauf lenken, nicht müde zu werden im „Corona-Trott“, sondern mit großer Zuversicht auch die kommenden Änderungen der Lage hin zu mehr Möglichkeiten und normalem Zusammensein und Gemeinschaft haben nicht aus dem Blick zu verlieren. Was werden wir wohl tun, wenn „mehr zu tun“ wieder möglich ist?

 

Die neue Allgemeinverordnung des Freistaates wurde am 6. Mai 2021 veröffentlicht[1] und gilt bis einschließlich 30.5.2021.

Weiterhin gilt, daß Kirchen und Religionsgemeinschaften eigenverantwortlich die von der Verordnung vorgegebenen Regelungen umsetzen. Wir können auch mit der neuen Verordnung bei unserem, mittlerweile gut bewährten, System bleiben.

Wir freuen uns auf jeden Gottesdienst und jede Stunde, die wir feiern können. Gott sei Dank! Diese Feiern sind in unseren Räumen, in Kirchen (hier gelten die Regeln und Hygieneverordnungen des „Hausherren Landeskirche“), im Freien und auch virtuell über Bildschirme möglich. In allen Zusammenkünften müssen wir dabei unser Hygienekonzept konsequent umsetzen.

Private Zusammenkünfte von Angehörigen zweier Hausstände sind mit maximal fünf Personen in geschlossenen Räumen bzw. zehn Personen insgesamt zulässig, wobei Kinder bis zur Vollendung des 14. Lebensjahres nicht mitgezählt werden. Unterschreitet die Sieben-Tage-Inzidenz den Schwellenwert von 50, dürfen zehn Personen aus zwei Hausständen in geschlossenen Räumen zusammenkommen.

Bemerkenswert ist auch, daß in der neuen Corona-Schutzverordnung festgehalten wird, daß Kinder den Kontakt mit Gleichaltrigen brauchen. Genau diesen unterstützen wir mit unserer ec Arbeit. Auch ist es eine große Freude, zu lesen, daß „anders als in vorangegangenen Sächsischen Corona-Schutz-Verordnungen Einrichtungen der Kindertagesbetreuung und Schulen nicht mehr grundsätzlich (mit Ausnahmen) geschlossen, sondern grundsätzlich (mit Einschränkungen) geöffnet [sind].“

Bei Beratungsbedarf kontaktiert den Landesinspektor unter JoergMichel@LKGSachsen.de oder Tel. 0371 515 930.

1. Neue Sächsische Corona-Schutz-Verordnung

Die Grundsätze der vorherigen Verordnung bleiben grundsätzlich bestehen. Eine Verpflichtung zum Tragen eines medizinischen Mund-Nasen-Schutzes besteht für Zusammenkünfte in Kirchen und bei der Religionsausübung. Weiterhin bleibt bestehen, dass die aufgestellten Hygienekonzepte von Kirchen und Religionsgemeinschaften an die besondere Infektionslage anzupassen sind. Die bisherigen Corona-Maßnahmen werden damit größtenteils fortgeführt. Grundsätze wie die Kontaktreduzierung haben weiterhin Bestand. Private Zusammenkünfte in geschlossenen Räumen bleiben auf zwei Hausstände beschränkt, wobei insgesamt nicht mehr als fünf Personen zulässig sind (unter freiem Himmel zehn Personen). Kinder unter 15 Jahren werden dabei nicht mitgezählt. Unterschreitet die Sieben-Tage-Inzidenz den Schwellenwert von 50, dürfen zehn Personen aus zwei Hausständen in geschlossenen Räumen zusammenkommen.

1.1. Was bedeutet das?

Weiterhin sind Gottesdienste und Stunden, in den Gemeinschaftsräumen bzw. in Kirchen erlaubt. Voraussetzungen sind: Einhalten des Mindestabstandes von 1,5m. Damit entspricht die Personenobergrenze für unsere Zusammenkünfte der Anzahl von Personen, die unter Beachtung des Mindestabstandes Platz finden können (für Übertragungen in andere Räume gilt das entsprechend für jeden Raum). Weiterhin muß während der Zusammenkunft eine medizinische Mund-Nasen-Bedeckung getragen werden (eine medizinische Gesichtsmaske wird auch als Operations- oder OP-Maske bezeichnet; Standard nach KN95/N95). Liturgisch Handelnde können ohne Mundschutz agieren; auch beim Heiligen Abendmahl besteht diese Ausnahme. Die Hygienekonzepte sind entsprechend anzupassen und einzuhalten (siehe Punkt 3. Rahmenhygienekonzept). Weiterhin ist eine verantwortliche Person zu benennen. Es gelten ebenso weiterhin die in den vorherigen Rundschreiben erwähnten Regelungen (soweit sie eben nicht durch Änderungen betroffen sind).

Es gelten in unseren Häusern unsere Regelungen. Bei Nutzung von Gebäuden der Landeskirche gelten die Regeln der Landeskirche.

Für unsere Überlegungen, welche Bedeutung das Corona-Regelsystem für uns auf sächsischem Boden hat, gilt ausschließlich die geschriebene aktuelle Fassung der Corona-Schutz-Verordnung des Freistaates Sachsen. Sämtliche im Umlauf befindliche anderen Erklärungen, Willensbekundungen, Beschlußvorlagen, Berichte oder Ähnliches sind für uns bedeutungslos.

1.2. Anpassung der Regelungen/des Hygienekonzepts an die Infektionslage im Landkreis / kreisfreier Stadt; insbesondere das gemeinschaftliche Singen

Bei einem Inzidenzwert von bis zu 200 Neuinfektionen auf 100 000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen haben wir die Regelung, daß (nun mit medizinischer Mund-Nasenbedeckung) gesungen werden kann. Bei einem Inzidenzwert ab 200 Neuinfektionen reduzieren wir das Singen auf maximal zwei Lieder. Hier gilt die Regelung des letzten Rundschreibens weiter (die Personenobergrenze auf die Hälfte der bisher in den Hygienekonzepten festgelegten Personenobergrenzen zu reduzieren und/oder die Anzahl der Zusammenkünfte pro Woche zu reduzieren und/oder die Dauer der Veranstaltung auf 45 – 60 Minuten zu begrenzen. Das Singen ist auf ein bis zwei Lieder (z.B. je eins am Anfang und Ende) zu begrenzen und die Hygienekonzepte sind entsprechend anzupassen.). Bei einem Inzidenzwert ab 300 Neuinfektionen verzichten wir aufgrund der Corona-Schutzverordnung (vom 26. Januar, § 2a Abs 2; so wiederzufinden in der Coronaschutzverordnung vom 4. Mai 2021) auf gemeinschaftlichen Gesang.

Achtet bitte selbst regelmäßig darauf, ob und welche Anordnungen evtl. noch zusätzlich gelten könnten. Bei Beratungsbedarf kontaktiert den Landesinspektor unter JoergMichel@LKGSachsen.de oder Tel. 0371 515 930.

1.3. Musik: Chöre, Bläser und Saitenspieler

Beim Spielen liturgischer Musik (einzeln oder einer Musikgruppe) kann der Liturg bzw. ein Sänger die Mund-Nasenbedeckung weglassen; auf einen ausreichenden Mindestabstand (2-3m zu den Musikern; 4m zum Publikum) ist zu achten. Aufgrund des einzuhaltenden Mindestabstands und der durchgängigen Maskenpflicht ist das Auftreten von Chören in Räumlichkeiten nicht möglich. Es besteht natürlich auch die Möglichkeit, Musik von CD einzuspielen.

Diakonisches und missionarisches Blasen im Freien ist möglich und möchte bitte großzügig wahrgenommen werden:

  • im Freien mit Abstand (bei Inzidenz über 50 im Quintett, bei Inzidenz
  • unter 50 als ganzer Chor) bei Inzidenz unter 50 auch innen im Quartett
  • (im geeigneten Raum)

Bläserisches Spiel bei gottesdienstlichen Veranstaltungen ist möglich:

  • im Freien mit Abstand (bei Inzidenz über 50 im Quintett, bei Inzidenz
  • unter 50 als ganzer Chor) im Innenraum mit Abstand solistisch (bei
  • Inzidenz 50–200) oder im Quartett (bei Inzidenz unter 50)

Unterrichten von Jungbläsern:

  • Unterricht ist digital (z.B. per Videokonferenz) möglich.

Weitere Informationen erfolgen durch Stephan Hoffmann.

Die Saitenspielchöre sind durch Michael Wittig informiert. Gerne wird dazu ermutigt, in Kleingruppen (ein Hausstand plus eine weitere Person eines zweiten Hausstandes) oder solistisch zu musizieren.

Chorleitertreffen

Die Treffen der Gremien der Verantwortlichen der Gesangschöre sind geplant am 2.7.21, 18.00 Uhr in der LKG 08107 Hartmannsdorf für den Bereich Aue/Zwickau/Plauen sowie am 3.7.21, 9.30 Uhr in der LKG 09376 Oelsnitz für den Bereich Mitte/Nord/Ost. Ein Ausweichen auf die andere Tagung ist grundsätzlich möglich – wegen der Platzplanung bitten wir da aber um rechtzeitige Anmeldung. Wir hoffen sehr, daß die Tagungen möglich sind. Dafür bitten wir um Gebet. Zu Gottes Ehre, für die Stimmen und für das Wohlbefinden der Singenden und für den Zusammenhalt in den Chören sehen wir es als sehr wichtig an, daß baldmöglichst wieder mit Proben begonnen wird.

Chorarbeit ist eingeschränkt möglich und steht im Einklang mit dem Orientierungsplan Corona der Landeskirche (liturgischer Gesang):

  • bei Inzidenz unter 50: mit Abstand von 2 Metern zueinander bei
  • Inzidenz 50–200: im Quartett mit Abstand von 2 Metern zueinander bei
  • Inzidenz über 200: nur Liturg und ein Sänger.

1.4. Zusammenkünfte unter freiem Himmel

Versammlungen unter freiem Himmel sind zulässig, wenn

  1. alle Versammlungsteilnehmerinnen und Versammlungsteilnehmer, die Versammlungsleiterin oder der Versammlungsleiter sowie Ordnerinnen und Ordner einen medizinischen Mund-Nasen-Schutz tragen;
  2. zwischen allen Versammlungsteilnehmerinnen und Versammlungsteilnehmern ein Mindestabstand von 1,5 Metern gewahrt wird.

(2) Überschreitet die Sieben-Tage-Inzidenz den Schwellenwert von 200, sind Versammlungen abweichend von Absatz 1 auf eine Teilnehmerzahl von maximal 200 Personen begrenzt.

(3) Überschreitet die Sieben-Tage-Inzidenz den Schwellenwert von 300, sind Versammlungen abweichend von Absatz 1 auf eine Teilnehmerzahl von maximal 10 Personen begrenzt.

Diese Regelungen gelten analog für Freiluftgottesdienste. Bitte denkt bei Freiluftveranstaltungen daran, den Bereich der Veranstaltung mit z.B. einem rot-weißen Flatterband zu markieren. Innerhalb dieses Bereiches sind wir für die Veranstaltung verantwortlich.

2. Was tun, wenn Corona-positiv getestete Geschwister vorhanden sind?

Das erste: Ruhe bewahren. Lassen wir uns vom gesunden Menschenverstand leiten! Wer sich krank fühlt, Erkältungssymptome hat oder meint zu haben, soll, auch ohne getestet zu sein, zuhause bleiben und die anderen Geschwister schützen. Ist ein sog. Selbsttest positiv, wird das Ergebnis des dann folgenden PCR-Tests zuhause abgewartet. Bei einem (auch PCR-) positiv Getesteten wissen wir im Allgemeinen, mit wem er in der letzten Zeit Kontakt hatte. So bleiben alle diese Geschwister erstmal der Gemeinschaft fern. Dies bleiben sie so lange, bis entweder ein Testergebnis vorliegt oder die Quarantänezeit verstrichen ist. Ziel ist es, unsere Veranstaltungen aufrecht zu erhalten und nur Erkrankte und Betroffene für die notwendige Mindestzeit von der Gemeinschaft zu trennen.

Wenngleich die Rahmenbedingungen für Kultur und Freizeit stark beschnitten werden, so bleiben für unser Gemeinschaftsleben einige Möglichkeiten, Gemeinschaft zu leben! Ich möchte sehr herzlich dazu aufrufen, daß wir die Möglichkeit nutzen, auch unter diesen Umständen unsere Stunden, Gottesdienste und religiöse Veranstaltungen zu feiern! Wir sollten dies auch dann tun, wenn zeitweise nur wenige kommen können. Die werden auch wieder mehr! Wichtig ist, daß wir als Landeskirchliche Gemeinschaften nicht aufhören, auf unsere Art und Weise, dem Herrn die Ehre zu geben!

3. Rahmenhygienekonzept

Unser Rahmenhygienekonzept muß ggf. um die eigenen Besonderheiten und die zusätzlichen Anordnungen des Landkreises/der kreisfreien Städte ergänzt werden. Eigenverantwortung wie gesunder Menschenverstand können hier gute Ratgeber sein. Bei Rückfragen wendet euch gerne per E-Mail oder Anruf in der Geschäftsstelle an Jörg Michel (JoergMichel@LKGSachsen.de sowie 0371 515 930).

Wichtige Punkte des Hygienekonzepts sind u.a.: Es gilt, daß während der gesamten Veranstaltung auch in Gemeinschaftsräumen eine medizinische Mund-Nasenbedeckung getragen werden muß. Ausnahmen sind: der liturgisch Handelnde, die Feier des Heiligen Abendmahls; Kinder und Schutzbefohlene, die nicht in der Lage sind, dies zu befolgen; medizinisches Attest.

Der Mindestabstand von 1,5m ist einzuhalten.

Daten sind zu erheben: Name, Telefonnummer oder E-Mail-Adresse und Postleitzahl der Besucher sowie Zeitraum des Besuchs. Diese Daten sind, geschützt vor Einsichtnahme durch Dritte, zu erheben und für die Dauer eines Monats nach Ende des Besuchs für die zuständigen Behörden vorzuhalten.

Gemeinsames essen und trinken, wie z.B. Kaffee und Kuchen etc. sind während und nach unseren Veranstaltungen im gewohnten Sinne nicht möglich. Einzeln verpackte Portionen und selbst mitgebrachte Getränke können unter den gegebenen Hygienebedingungen gegebenenfalls verzehrt werden.

Private Zusammenkünfte von Angehörigen zweier Hausstände sind mit maximal fünf Personen in geschlossenen Räumen bzw. zehn Personen insgesamt zulässig, wobei Kinder bis zur Vollendung des 14. Lebensjahres nicht mitgezählt werden. Unterschreitet die Sieben-Tage-Inzidenz den Schwellenwert von 50, dürfen zehn Personen aus zwei Hausständen in geschlossenen Räumen zusammenkommen.

 

Liebe Geschwister,

Hiob wußte, daß sein Erlöser lebt! Selbst im größten Leid und Unglück konnte er sich in das Harren, das Hoffen und Vertrauen in unseren Herrn und Gott retten. Im Lehrtext des heutigen Tages lesen wir: „Wir wissen, daß er uns hört.“ (1.Johannes 5,15). Diese Zusage gibt Kraft und erinnert daran, daß alles, was geschieht, an Ihm vorbei muß. Unsere Gottesdienste und unser Lobpreis wird von unserem Gott gehört. Nutzen wir die uns gegebenen Möglichkeiten vernünftig und mit Augenmaß. Schauen wir umsichtig um uns und ebenso aufmerksam auf unseren Auftrag, Reich Gottes mitzubauen. Diesen Auftrag haben nicht wir uns gegeben, sondern unser Herr und Gott, von dem wir wissen, „daß er uns hört.“

Mit herzlichen Grüßen, auch im Namen der Leitung und

Gott befohlen
Dr. Jörg Michel
(Landesinspektor)