“Sinnvoll” – Bericht vom Gnadauer Frauenkongress

Wozu lebe ich?

Wem kann ich vertrauen?

Und was ist hier und heute Sinnvoll?

Sinn drängt sich nicht auf,

sondern will immer wieder

neu gesucht werden. (…)

                                    (aus dem Kongressheft)

Und aus diesem Grund haben sich über 235 Frauen aus ganz Deutschland vom 11.-13.11.2022 nach Marburg zum Gnadauer Frauenkongress auf den Weg gemacht. Mit ca. 30 Frauen war Sachsen gut vertreten und ich durfte eine von ihnen sein. Was uns erwartete war ein wunderschönes Ambiente, tiefgehende Verkündigungen und Bibelarbeiten. Hier ein kurzer Streifzug durch die Tage.

 

Sinn-voll – weil das Leben kostbar ist

Katharina Haubold nahm uns mit hinein in die Geschichte von Hagar, die von einem Engel in eine Situation zurückgeschickt wird, die für sie demütigend ist und deshalb nicht sinnvoll zu sein scheint (Gen 16, 7-9). Doch was bei Gott sinnvoll ist muss für uns nicht sinnvoll erscheinen. Hagar erfährt dass ihr Leben kostbar ist, weil Gott sie sieht – sie ANsieht.

 

Sinn-voll – weil Gott überraschend ist

Vor Begeisterung regelrecht übersprudelnd hat uns Tabitha Bühne von ihren Erlebnissen in Indien erzählt und davon, dass ihre Befürchtung das Leben als Christ könnte langweilig sein nicht stimmte, weil Gott eben überraschend ist. Wer mehr darüber erfahren möchte, sollte zu ihrem Buch „Mit Sari auf Safari“ greifen.

Wie Sinn-voll es ist die Bibel auf vielfältige, auch einmal andere Weise zu lesen, konnten wir bei der Bibelarbeit erfahren. Neben einer klassischen Textauslegung gab es die Möglichkeit die Geschichte von Lydia, der ersten Christin in Europa, als Bibliolog, betende Textbetrachtung, im Dialog, mit Bewegung oder auch im kreativen Gestalten zu bedenken und zu erfahren. Erstaunlich was sich einem dann auch bei einem so vertrauten Text neu erschließt.

 

Sinn-voll – entdecken, wofür ich lebe

Astrid Volkening hat uns Rebekka, Christel und Dörthe vorgestellt. 3 fiktive Frauen, die so fiktiv vielleicht gar nicht sind, weil wir uns in einer von ihnen (oder auch in mehreren)  wiederentdecken können. Für jede dieser Frauen hatte Astrid Volkening eine gute Nachricht – ein Evangelium. Und somit auch für uns. Gegen die Selbstoptimierung, gegen die Selbstverleugnung und Sinnlosigkeit:

  • Du bist geliebt und du bist genug
  • Deine Bedürfnisse sind wichtig
  • Gott ebnet uns einen Weg

 

In Workshops und Seminaren, konnten wir viel Sinnvolles entdecken und tun. An dieser Stelle kann ich natürlich nur von meinen Erfahrungen berichten. Mit allen Sinnen – ein Spaziergang mit geistlichen Impulsen. Es war spannend die Natur einmal ganz bewusst und betend wahrzunehmen. Zu hören, zu sehen, zu riechen und sogar zu schmecken und zu fühlen. Und das alles dann mit Gott, dem Schöpfer und Gestalter in Verbindung zu bringen.

Ein besonderer Höhepunkt war das Konzert „Gib alles – nur nicht auf“ mit Andi Weiss, bevor es dann beim Abschlussgottesdienst hieß:

 

Sinn-voll – weitergehen

Wie können wir voll – Sinn  Sinn – voll weitergehen?

Nicht nur von einem Boxenstopp zum nächsten, sondern achtsam mit uns selbst in unserem Alltag. Du darfst Mensch sein, weil Gott dich sieht. Und so schließt sich hier der Kreis.

Eine runde Sache – das war der Kongress auf alle Fälle.

 

Evi Vogt, Neukirchen

 

 

 

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Bildnachweis: Arbeitskreis Frauen | Evangelischer Gnadauer Gemeinschaftsverband e. V.