Am Samstag, dem 7. März 2020, trafen sich die Delegierten des Sächsischen Gemeinschaftsverbandes in Chemnitz zu ihrer turnusmäßigen Delegiertenversammlung.

 

Der Vorsitzende des Verbandes, Reinhard Steeger, eröffnete die Versammlung – diesmal im kleinen Saal – mit einer Andacht über einen Abschnitt zu 1 Kor 13 aus dem Umfeld der fortlaufenden Bibellese. „Ohne die Liebe bewirken wir nichts, bei allem, was wir – auch in der Gemeinde – tun!“ war sein Fazit. Nach einer Gebetsgemeinschaft wechselte die Versammlung in den großen Saal, wo die Delegierten – auch das war neu – in Tischgruppen zusammensaßen.

 

Arbeit ohne größere Einschnitte möglich

Nach der Begrüßung neuer Mitglieder und der Abstimmung über die Tagesordnung folgte der Bericht des Verwaltungsinspektors Michael Härtel. Er begann mit einem Rückblick: Auch, wenn die durchschnittliche Anzahl der Besucher wieder leicht zurückgegangen ist, hat das nicht zu einem spürbaren Rückgang der Einnahmen geführt. Es sei erfreulich, dass die Finanzen es uns ermöglichen, unsere Arbeit ohne größere Einschnitte weiterzuführen. Er sprach allen Spendern einen herzlichen Dank aus! Einen Einblick gab Michael Härtel dann in den Immobilienstand, die Personalkosten und zu Erbschaften. Darüber lohne es sich übrigens, auch in den Gemeinschaften immer mal wieder mit Zurückhaltung zu sprechen. In seinem Ausblick sagte Michael Härtel, dass ein positiver Jahresabschluss 2019 möglich sei, die Haushaltplanung für 2020 jedoch nicht ausgeglichen zu planen sei. Unsere Heime sollten wir in unseren Gebeten besonders bedenken und auch fleißig und fröhlich dort buchen.

Anschließend holte Markus Schmidt den Bericht über die Kassenprüfung für das Jahr 2018 nach, die er zusammen mit Veit Kehrer vorgenommen hatte. Die Delegiertenversammlung erteilte daraufhin dem Vorstand für das Rechnungsjahr 2018 einstimmig Entlastung.

 

Reichtum und Vielfalt mit Christus in der Mitte

Nach der Wahl neuer Kassenprüfer gab Landesinspektor Dr. Jörg Michel seinen Bericht. Er begann mit einem dankbaren Rückblick auf seinen Dienstbeginn in unserem Verband. Ihm sei eine große Herzlichkeit begegnet und er erlebe ein reiches und vielfältiges Verbandsleben mit Christus im Mittelpunkt. Nun dürfe dieser Reichtum aber auch dazu führen, dass andere Menschen den Weg zu Jesus fänden. Wir müssten uns fragen, wie die anderen uns finden und wir sie, damit sie Christus finden. Dazu äußerte er Gedanken über unsere Erscheinungsform („Veränderungen sind eher ein Marathon als ein Sprint“), unsere Hauptamtlichen („Wenn es Menschen gibt, die wir für diesen Dienst geeignet halten, darf gern mit mir darüber gesprochen werden!“) und die Kinder- und Jugendarbeit („Es ist faszinierend zu sehen, wie junge Menschen in der Kinder- und Jugendzeit ihren Heiland für ihr Leben entdecken“). Dann ging Jörg Michel auf die Ereignisse um die Gnadauer Mitgliederversammlung und die kontroversen Diskussionen um Äußerungen des Gnadauer Präses, Dr. Michael Diener ein. Nach diesen Auseinandersetzungen sei auf die Wahl eines neuen Präses zu hoffen, dem es gelingen möge, die Wogen zu glätten.

Im Hinblick auf die aktuelle „Corona“-Gefahr gab Dr. Michel Hinweise für Abendmahlsfeiern. Mit einem Lied und dem Sammeln eines Dankopfers ging die Versammlung erst einmal in die Mittagspause.

 

Personalkonzept des Sächsischen EC

Danach stellte der Vorsitzende des Sächsischen EC-Verbandes, Michael Breidenmoser, das neue Personalkonzept des EC für die Arbeit mit Kindern vor. Gedacht sei dabei an die Bildung eines LEGO-FSJTeams nach Vorbild des team_ec aus Kassel. Dieses soll durch eine 50%ige Stelle begleitet werden. Später könnte diese um weitere 50% für die Arbeit mit Kindern aufgestockt werden. Insgesamt seien für den EC-Kinderbereich zwei Personen (150 % + 50 % Begleitung FSJ-Team) vorgesehen.

Über zwei Anträge, die sich mit dem Anliegen befassten, die EC-Arbeit mit Kindern personell zu stärken, wurde intensiv diskutiert und abgestimmt. Michael Härtel gab bekannt, dass die Finanzierung für 50 % einer weiteren Stelle über einen Großspender zugesagt worden sei. Weitere 50 % seien „in Arbeit“. Somit sei dann eine zusätzliche EC-Referentenstelle für die Arbeit mit Kindern gesichert.

 

Es folgte eine Diskussion und eine Abstimmung über die Fahrgeldregelung für Angestellte bei überbezirklichen Diensten. Mit einem Lied, Gebet und dem Segen durch Reinhard Steeger schloss diese bewegte Delegiertenversammlung.

 

Andreas Geißler

Gemeinschaftspastor

Brünlos

 

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Bildnachweis: Archiv SGV