Vorstand vorgestellt: „Mein Herz schlägt für die Gemeinschaftsstunde!“

Zur letzten Delegiertenversammlung wurde Dr. Marcus Jacob aus Markneukirchen in den Vorstand unseres Gemeinschaftsverbandes gewählt. Wir als SGb nutzen die Chance, ihn unserer Leserschaft näher vorzustellen.

 

Mit wem teilst du dein Leben?

Mein äußeres Leben nimmt hauptsächlich meine berufliche Arbeit in Anspruch. Hier gilt es Verantwortung zu tragen für meine Mitarbeiter und Mandanten und ihnen ein guter Chef und Ratgeber zu sein.

Mein inneres Leben, meine Gedanken, Gefühle und Sorgen teile ich seit 20 Jahren mit meiner Ehefrau Daniela, die mich in- und auswendig kennt und in der Lage ist, meine Gedanken aus meiner Mimik abzulesen sowie meine angefangenen Sätze zu Ende zu führen. Meine Freude im Leben sind meine sechs Kinder im Alter von 7 bis 17 Jahren, die ich herzlich liebhabe und zu denen ich ein gutes Verhältnis pflege.

 

Was gehört zu deinem beruflichen Alltag?

Mein beruflicher Alltag als Steuerberater in einer mittelständischen Steuerkanzlei ist geprägt von einem hohen Maß an Verantwortung und einer Vielzahl von zu treffenden Entscheidungen, zuweilen unter Unsicherheit und Zeitdruck. Es ist eine große Gnade und macht immer wieder demütig, zu erleben, wie ich hier gehalten und in schwierigen Situationen auch wunderbar geführt wurde.

 

Was verbindet dich mit der Gemeinschaftsarbeit?

Mit der Gemeinschaftsarbeit verbindet mich erst einmal mein Dank, dass ich durch sie einen Zugang zu einem lebendigen Glauben finden durfte und eine frohe und klare Botschaft verkündigt wurde und wird. Zugleich faszinieren mich Menschen, die für einen Standpunkt, eine Aufgabe oder ein Ziel bereit sind, auch Einschränkungen oder Entbehrungen in Kauf zu nehmen. Hiervon habe in unseren Gemeinschaften viele kennenlernen dürfen, die mir und anderen durch ihr Wesen und ihr Tun zu Helfern, Wegweisern und Unterstützern geworden sind.

 

Warum hast du dich einer Wahl in den Vorstand gestellt?

Als ich Anfang dieses Jahres angefragt wurde, war dies für mich natürlich eine große Ehre und zugleich auch innere Herausforderung, da ich als Unternehmer und sechsfacher Familienvater bereits erhebliche Herausforderungen mit Gottes Hilfe bewältigen darf. Gleichwohl war es mir schon immer ein inneres Bedürfnis, mich im Rahmen meiner von Gott geschenkten Fähigkeiten und Möglichkeiten einzubringen und auch Verantwortung zu übernehmen. Dabei durfte ich auch immer wieder erleben, wie reich man selbst gesegnet wird, wenn man im Vertrauen auf Gottes Zusagen eine anvertraute Aufgabe übernimmt. Von daher habe ich zwar schwer mit mir gerungen, dann aber doch ein fröhliches und zuversichtliches Ja zu dieser Kandidatur gefunden.

 

Für welche Schwerpunkte unserer Gemeinschaftsarbeit schlägt dein Herz besonders und warum?

Mein Herz schlägt vor allem für die sonntägliche Gemeinschaftsstunde als zentralen Ort des Zusammenkommens der ganzen Gemeinde. Sämtliche Einzelgruppen haben ihre Berechtigung und dienen der Auferbauung, der Stärkung, der Lehre und dem fröhlichen Zusammensein. Die sonntägliche Zusammenkunft ist aber der Ort, wo alle zusammenkommen sollen: Junge und Alte, Musikalische und Unmusikalische, Reiche und Arme, Gesunde und Kranke. Hier sehe ich die Einheit des Leibes Christi, in der die Glieder in gleicher Weise füreinander sorgen und Anteil haben (1 Kor 12,26).

 

Wie stellst du dir Gemeinschaftsarbeit in 20 Jahren vor?

Das ist angesichts der aktuellen Entwicklungen und deren gesellschaftliche Folgewirkungen nicht leicht zu beantworten. Ich denke aber, dass Jesus Christus als Fundament unseres Glaubens und unserer Hoffnung in unseren Gemeinschaften immer noch klar und wortgetreu verkündigt wird. Hinzu kommen engagierte und berufene Mitarbeiter, die sich in großer Treue dafür einsetzen, dass auch die nächste Generation zur Gemeinde findet. Wenn wir daher weiterhin an der bewährten Struktur einer wertgeschätzten, erwünschten und geförderten Mitarbeit aller Gemeindemitglieder festhalten und zugleich in der Lehre nah am Wort Gottes bleiben, sehe ich zuversichtlich in die Zukunft und vertraue darauf, dass unser Herr auch rechte Frucht schenken wird.

 

Wobei kannst du entspannen. Was tust du gern, wenn du Zeit hast?

Das ist leicht zu beantworten. Meine Passion ist das Wandern, am liebsten ins nahe Egerland und mit alten Landkarten. Wenn das Wandern sich dann noch mit meiner zweiten Passion, der Entdeckung geschichtlicher Zusammenhänge, verbinden lässt, bin ich überglücklich.

 

Die Fragen stellte Andy Hammig.

 

 

 

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Bildnachweis: richardkhuptong | pixabay.de