Daniel Friedrich sitzt mir mit seiner Frau Gabi bei einer Tasse Kaffee gegenüber. Seit mehreren Jahren besuchen sie die LKG Rodewisch. Es ist bemerkenswert, was er in den letzten Jahren mit Gott erlebt hat! Im Jahr 2003 hat er einen schweren Unfall und muss zu einer Reha nach Kreischa bei Dresden. In einem Gottesdienst, den er besucht, trifft ihn ein Satz aus der Predigt: „Gehe hin, verkaufe alles was du hast… und folge mir nach.“ (Mk 10,21). Daraufhin macht er mit Gott einen Deal: „Wenn du mich gesund machst, stehe ich dir ganz zur Verfügung.“

Daniel wird gesund und er weiß, dass Gott ihm den Grabenbruch in Afrika aufs Herz legt.  Seine eigene Gärtnerei muss Insolvenz anmelden und er hat nichts mehr zu verlieren. Da er Jahre zuvor einen Kenianer mit Namen Paul auf einer Freizeit kennenlernte, fliegt er 2006 ohne Englisch-Kenntnisse nach Kenia, um Paul zu suchen. Als er ihn findet sagt dieser: „Du bist eine Gebetserhörung!“ Daniel fängt an, auf eigene Kosten Lebensmittel und Bibeln auf Englisch und Suaheli im Süden des Landes zu verteilen. Sein Motto: „Was Gott mir vor die Füße liegt, will ich tun!“

2010 gründet er mit 5 weiteren Mitstreitern den Verein „Daniels Verein Hilfe für Kenia“ (Kontakt: Tel. 0172-7561696). Seitdem fliegt er am Anfang jeden Jahres für 2-3 Monate nach Kenia um den Menschen vor Ort zu helfen und mit ihnen das Leben zu teilen. Von den gesammelten Spendengeldern kauft er Bibeln, Lebensmittel oder Baumaterial. Auch der Bau eines Brunnens wird finanziert. Als 2012 im Norden des Landes eine große Dürre herrscht, verteilt er dort Mehl, Tee, Zucker und Gemüse. Seit 2013 besucht er das Massai-Dorf Noonkodiak am Fuße des Kilimandscharo. Daniel kann die Einheimischen überzeugen, ihre Dorfschule, die aus einem einzigen Wellblech-Raum besteht, zu erweitern. So werden für bis zu 100 Kindern bessere Lernbedingungen geschaffen. Wenn er einige Wochen vor Ort ist, wird mit den Massai gemeinsam gebaut und es werden auch Lebensmittel für die Schulspeisung gekauft. 2018 wird ein größerer Bereich eingezäunt, um dort in einem „Schulgarten“ Kartoffeln, Bohnen und afrikanischen Spinat anzubauen. Jüngstes Projekt ist eine Entbindungsklinik in der Nähe des Dorfes, wofür er Einrichtungen und medizinische Geräte gesammelt hat.

 

Andy Hammig, Schönheide

Gemeinschaftspastor

 

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Bildnachweis: privat