Wir geben deinem Glauben ein Zuhause

Wie war euer Urlaub? Konntet ihr richtig ausspannen? Habt ihr neue Kräfte, Ideen und Elan für eueren Alltag mitgebracht oder doch nur irgendwelche Souvenirs gekauft? Und wie war das, als ihr wieder Zuhause ankamt? Welche Gedanken sind euch gekommen, als ihr die letzten Kilometer gefahren seid und euer Heimatort langsam am Horizont auftauchte? Gab es da ein „Hier-bin-ich-zu-Hause-Gefühl“?

Was ist eigentlich ein „Hier-bin-ich-zu-Hause-Gefühl“? Das muss doch mehr sein als „Hier kenne ich mich aus“ oder „Da bin ich wieder“. Das „Hier-bin-ich-zu-Hause-Gefühl“ bedeutet: Hier gehöre ich hin; hier sind die Menschen, die auf mich warten; hier wird meine Sprache verstanden und hier kann ich mich entfalten – hier werde ich gebraucht.

Genau das möchten wir mit dem, was wir in unseren Gemeinschaften tun, anderen Menschen für ihren Glauben geben: Ein geistliches „Hier-bin-ich-zu-Hause-Gefühl“. Wir möchten, dass Menschen mit ihrem Glauben bei uns eine Heimat finden.

Oft fragen wir uns: Wie können wir das machen? Vielleicht ist die Schlüsselfrage, die uns helfen kann: Was braucht es, dass mein Glaube (mein Vertrauen auf Jesus) wachsen, reifen und gestärkt wird? Dazu brauche ich eine geistliche Atmosphäre, eine Umgebung, die etwas von dem widerspiegelt und erfahrbar macht, was Gottes Geist bewirkt:

–             Gemeinschaft mit Gott und anderen (1 Joh 1,3+7)

–             Stärkung im Gebet (Röm 8,25-27)

–             die Gewissheit, Kind Gottes zu sein (Röm 8,16)

–             die Möglichkeit, Gaben und Fähigkeiten füreinander einzusetzen (Röm 12,4-8)

–             Vergebung und Neuanfang (Joh 16,7-9)

–             Frucht des Heiligen Geistes (Gal 5,22-23)

Wir brauchen diese Qualität der Gemeinschaft und die Klarheit der Botschaft, die das Herz und Leben verändern und erneuern können. Dann liegt das Geheimnis nur noch in dem einen Punkt: „Darum nehmt einander an, wie Christus euch angenommen hat zu Gottes Lob.“ (Röm 15,7). Das bietet Menschen geistliche Heimat, da kann Glauben wachsen und das „Hier-bin-ich-zu-Hause-Gefühl“ entsteht. Und dann komm auch ich immer wieder gern nach Hause.

 

In Jesus verbunden, euer

 

Reinhard Steeger

Vorsitzender des Sächsischen Gemeinschaftsverbandes

 

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