„Sorgt euch um nichts!“
Dieser Aufruf gehört zu den am meisten zitierten und am wenigsten gelebten Aussagen der Bibel.
Ich frage mich selbst: Warum ist das so? Warum ist unsere Haltung so geprägt, als wäre die „irdische“ Realität die einzige, die es gibt? In der Corona-Zeit durfte ich zum Thema „Sorgen“ Entscheidendes lernen. Es war eine Zeit, in der viele vorsorgten und Strategien entwickelten, um Vorräte anzulegen. Dagegen ist erstmal nichts ein zuwenden und auch wir kauften als große Familie einen Sack mit 20 Kilogramm Reis. Ohne Corona jedoch hätten wir diesen Vorrat nicht angelegt. Die Entscheidung war getrieben von der damaligen Zeit und ihren sorgenbelastenden Gedankensystemen. Es war keine Entscheidung, die aus einer Dankbarkeit Gott gegenüber getroffen wurde. Und hier liegt der Punkt: Was treibt mich in meinem Denken an?
Der Sack Reis wurde von einem Ort zum anderen getragen. Am Ende landete er in einer Ecke, die nicht vollkommen trocken war und unentdeckt schimmelte der Vorrat dahin.
Rückblickend geht mir die Geschichte durchs Herz. Wie war das mit dem Manna beim Volk Israel? Was bete ich im „Vater unser“ zum Thema „tägliches Brot“? Was lehrt Jesus über die Schätze auf Erden und über die Motten und den Rost und die Diebe (Mt 6)?
Bitte nicht falsch verstehen, wir dürfen dankbar und verantwortungsvoll vorsorgen und auch andere beschenken. Aber! Dankbar vorsorgen ist nicht panisch besorgen. Und da ist wieder die Frage: „In welcher Realität leben wir?“
Wie kann die Wahrheit des Monatsspruchs für Juli in meinem Herzen wachsen, reif werden, Früchte bringen und somit zu meiner Realität werden? In Philipper 4,6 heißt es:
Sorgt euch um nichts, sondern bringt in jeder Lage betend und flehend eure Bitten mit Dank vor Gott!
Der Schlüssel für die Freiheit vom „Sorgen machen“, liegt im Umfeld des Verses. Wir lesen von (der):
- Aufforderung zur Freude im HERRN
- Güte, die allen Menschen bekannt werden soll
- Gewissheit: Der HERR ist nah
- Gebet, Danksagung und Bitten vor Gott
Wenn durch Jesus Christus diese Glaubensäußerungen wachsen, wächst das reale und gelebte: „Sorgt euch um nichts!“
Welche Realität wächst in dir?
In Jesus verbunden
Euer Falk Schönherr
Vorsitzender des Sächsischen Gemeinschaftsverbandes
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Bildnachweis: Julia – pixabay.de