Jesus Christus spricht: Himmel und Erde werden vergehen; meine Worte aber werden nicht vergehen. (Mk. 13,31)

Der griech. Philosoph Heraklit war der Meinung: »Es gibt nichts Dauerhaftes außer der Veränderung.« Und wenn wir unseren Alltag betrachten, dann scheint dieser ihm Recht zu geben. Was heute gilt hat morgen keinen Wert mehr. Alles in unserer Gesellschaft scheint im Fluss. Alles verändert sich. – Wirklich alles?

Das Wort aus dem Markus-Evangelium weißt in Mitten aller Veränderungen auf etwas dauerhaft Beständiges hin. Jesus ist mit seinen Freunden im Gespräch über die Zeit, in der er nicht mehr persönlich bei ihnen sein wird. Die Zeit also zwischen Himmelfahrt und seinem Wiederkommen als Richter dieser Welt.

Jesus bereitet seine Freunde auf große, nicht immer schöne Veränderungen vor. Er sagt ihnen, dass der Tempel in Jerusalem, von dessen Größe und Architektur die Jünger so fasziniert waren, zerstört werden wird. Und vierzig Jahre nach Himmelfahrt wurde tatsächlich der Tempel bis auf die Grundmauern zerstört. Auch das andere, was Jesus in Kap. 13 sagt, ist seither eingetroffen. Genau nach seinem Wort hat sich in der Folgezeit die Geschichte der Völker, der christlichen Gemeinden und Israels gestaltet. Es gab seither Kriege und Kriegsgeschrei und es gab Juden- und Christenverfolgungen. Das Wort Jesu hat sich bestätigt bis in unsere Zeit hinein. Welcher römische Geschichtsschreiber, welcher griechische Philosoph hätte damals über die zukünftige Geschichte das voraussagen können, was Jesus sagt?

Wenn aber bis jetzt alles, was Jesus vor rund 2000 Jahren gesagt hat, so auffällig stimmt, welchen Grund haben wir dann, dass das, was noch nicht von seinen Worten eingetroffen ist, nicht stimmen könnte? Es wird alles eintreffen, was Jesus gesagt hat. Wenn etwas feststeht, dann ist es sein Wort.

Auf sein Wort,

  • das uns tröstet und ermutigt,
  • das uns Wege zeigt und vor Irrtümern bewahrt,
  • das uns die Sünde aufdeckt und uns auf Jesus weißt, der uns vergeben will,
  • das uns unseren Blick auf den wiederkommenden Christus Jesus lenkt,

können wir uns verlassen.

Und mag auch in diesem Jahr manches drunter und drüber gehen, sein Wort gibt uns einen festen Halt für unseren Alltag. Das steht fest!

Gunder Gräbner

Evangelist des Sächsischen Gemeinschaftsverbandes (SGV)