Im Land der Reformation ist Jesus Christus längst nicht mehr »in«, also zumindest bei der Mehrheit der Deutschen. Religion ist im Kommen, wenn die Meinungsumfragen Recht haben. »Ein wenig Dalai Lama, ein bisschen Marienwallfahrt, ein Schuss protestantischer Antiklerikalismus, ein großer Löffel Esoterik und drei Körnchen Hildegard von Bingen, angerichtet auf einem Salatblatt aus wir-haben-doch-alle-den-gleichen-Gott.«, so war es in der Zeitung zu lesen. Religion, ja. Aber Jesus?

Das ist nichts Neues, die Bibel erzählt davon. Eine Zeit lang war es Mode gewesen, mit Jesus unterwegs zu sein, seine Wunder zu bewundern und ihn reden zu hören.

Aber als Jesus davon spricht, dass es ohne ihn kein wirkliches und ewiges Leben geben kann, geht es ihnen unter die Haut. Sie verstanden die Worte sehr gut. Er wollte keine Mitläufer, sondern Menschen, die ihr ganzes Leben ihm anvertrauen. »Unerhört!«, denken die einen. Eine »Zumutung«, protestieren die anderen. Und einige schütteln nur den Kopf: »Wozu Jesus?«, fragen sie sich, »Wir sind doch anständige Menschen!«

»Von da an wandten sich viele seiner Jünger von ihm ab und folgten ihm nicht mehr nach.« (Joh. 6,66) Es wurde einsam um Jesus. In dieser Situation nahm Jesus seine zwölf Jünger zur Seite und sagt zu ihnen:

»Wollt ihr auch weggehen?« (Joh. 6,67)

Er gibt ihnen die Möglichkeit der Mehrheit zu folgen. Jesus richtet nicht wie ein verzweifelter Partei- oder Vereinsvorsitzender, dem die Mitglieder davonlaufen, einen Appell an seine Leute: »Ihr seid die letzten Treuen! Lasst mich nicht im Stich!« Er setzt seine Anhänger nicht unter Druck, wie es viele Sekten tun, die Menschen bedrohen, wenn sie weggehen wollen.

Wer weggehen will, der darf das. Wer ohne Jesus leben will, der wird nicht zum Bleiben gezwungen. Ob wir dem gekreuzigten und auferstandenen Jesus Christus nachfolgen wollen, entscheiden wir Menschen. Jeder für sich persönlich.

Viele meinen, dass das eine einfache Entscheidung ist. Aber das ist sie ganz und gar nicht. Diese Entscheidung ist lebensentscheidend. In der Bibel heißt es:

»Wer also dem Sohn vertraut, der hat das Leben; wer aber dem Sohn nicht vertraut, der hat auch das Leben nicht.« (1. Joh. 3,36)

Entscheide dich für ein Leben mit Jesus Christus. Dann hast du das Leben, ganz gleich wie dieses Leben auch verlaufen wird.

 

Tipp:  Lesen Sie doch einmal das komplette Kapitel 6 des Johannesevangeliums! Welcher Vers in diesem Kapitel ist Ihnen in Ihrer gegenwärtigen Situation besonders wichtig? Warum?

 

Gunder Gräbner

Evangelist des Sächsischen Gemeinschaftsverbandes (SGB)